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Sonntag, 28. August 2011

Vietnamesen lieben Hunde

Ja man kann sozusagen behaupten "Vietnamesen haben Hunde zum fressen gerne". Im Moment ueberschlagen sich die Meldungen in der Presse. Ausloeser war ein vor wenigen Wochen gestoppter illegaler Transport-Convoi von ueber 2000 Hunden in Richtung der Grenze Vietnams.

Sowas sieht wahrlich nicht schoen aus

Die Polizei hat in Nakhon Phanom drei Männer aufgrund des illegalen Transports von fast 2.000 Hunden nach Vietnam, für den Verzehr, festgenommen. Bei den Verdächtigen handelt es sich um zwei thailändische Staatsbürger und einem vietnamesischen Staatsbürger, die an der Grenze zu Laos verhaftet wurden. Die Behörden fanden in dem ersten Lastwagen 600 Hunde. Später konnte die Polizei noch einen weiteren Lastwagen mit 1.200 Hunden im Bezirk Si Songkhram anhalten.

Der Gouverneur von Nakhon Phanom, Roengsak Mahawinitchaimontree, sagte, dass die Hunde aus der Provinz Sakon Nakhon stammten und über den Mekong River nach Vietnam verschifft werden sollten.
Die Hunde werden derzeit in der Tier-Quarantäne-Station von Nakhon Phanom behandelt. Alle waren müde und geschwächt, viele wurden verwundet.

Einige haben die schrecklichen Transportbedingungen nicht überlebt.Die Quarantänestation bat gestern um Spenden von Hundefutter.

Thailaendisches Tierheim - Im Grunde nicht besser - nur mehr Platz
Inzwischen laeuft die Spendenaktion auf Hochtouren und es wurden richtig Einnahmen erzielt. Verfluch sei, wer jetzt schlechtes denkt. Aber man darf annaehmen das Thais gerade ein voellig neues Einkommengebiet entdeckt haben. Denn auch Thais lieben Hunde. Nein, nicht unbedingt zum Essen aber zum Geschaeftemachen. Der Handel mit den beliebten Vierbeinern ist "traurigerweise" wie die Presse berichtet, in der Provinz Sri Saket seit ca. einem halben Jahr eingebrochen.
Der Handel mit Hunden, die letztendlich meistens im Kochtopf in Vietnam landeten, war beispielsweise für die Einwohner des Tambon Son eine wichtige Einnahmequelle. Die Hundehändlerin Khun Supharat S. (40 J.) schilderte, dass sie seit mindestens fünf Jahren mit dem Handel von Hunden ihr Geld verdiente.

In der kleinen Wohnsiedlung kaufte sie junge Hunde zu günstigen Preisen. Ein Hund kostete in den Moo Baans ca. 400 Baht, sofern der Hund mindestens zehn Kilogramm wog. Ein Hund mit einem Körpergewicht von sechs bis sieben Kilo hatte einen Marktwert von nur 70 Baht. Ihre Schnäppchen verkaufte sie weiter an Händler aus Nakorn Phanom, die eigens für den Kauf von Hunden nach Son fuhren. Im Tambon Son alleine gab es vier grosse Hundezuchthäuser. Das grösste davon zählte zu Spitzenzeiten bis zu 1000 Hunde. Auch diese Anlagen stehen nun still.

Gemäss Khun Supharat erzielte sie mit dem Hundehandel ein Einkommen zwischen 500 bis 1000 Baht pro Tag. Wie viele der Händler wandte sich auch Khun Supharat dem Handel von Garnelen zu. Das Einkommen ist mit Beträgen zwischen 50 und 100 Baht deutlich tiefer.

Man fuehlt deutlich mit. Vernueftige Arbeit mit den eigenen Haenden waere doch da mal was, welches die Misere beenden wuerde. 

Aber immer noch besser als DAS
Aber auch in Kambodscha existiert dieses Problem.

Sogar noch wesentlich staerker, da in Kambodscha sehr viele Vietnamesen leben. In einigen Bezirken wird gegrilltes Hundefleisch sogar offiziell an der Strasse in Restaurants angeboten.

Im Gedeck: 3 Angkor-Bier plus 1 x gegrillter Hund fuer 25 000,- Riel (rund 6 US$ ). Immer wieder kommt es vor, das Hundehaltern die Tiere vor der Haustuere weggestohlen werden.

Die Polizei unternimmt in der Regel nichts. Ist dies doch ein fuer alle ein lukrativer Geschaeftszweig.



Dienstag, 2. August 2011

Internet in Vietnam: Surfen mit kleinen Problemen

Vietnams Internet ist eines der am schnellsten wachsenden Technologien. Mehr als 25 Millionen Internet-User gibt es bereits die regelmaesig im Netz unterwegs sind. Rein offiziellen Daten sind das 28% der Landesbevoelkerung. Tendenz steigend.

In Vietnam hat es in fast jedem Hotel, Guesthouse, oder Cafe "Free Wireless Internet". Das Internet ist realtiv schnell. Zumeist 1Mb Zugang und schneller. In anderen Stadten, gibt es weniger bis gar keine Internetcafes, aber Wifi haben sie trotzdem nahezu ueberall, das man bei Anfrage auch benutzen darf.

Eigenen Internetanschluss zu bekommen dauert in den Staedten Vietnams in der Regel ca 3 Arbeits-Tage. Mit Timeouts muss man allerdings rechnen, ebenso mit Stromausfaellen. In Saigon gibt es rund alle 500 Meter kostenlose WLan-Accesspoints. Zum surfen sind diese geeignet. Zu mehr aber nicht, da sie nicht besonders Sicher sind. WLan Datenspionage ist in Vietnam ein beliebter Sport.

Leider ist kriminalitaet im Internet in Vietnam der Renner. Hacking, Phishing und Crackings zweiter Vorname ist Vietnam. Bereits Jugendliche und Kinder sind sehr bewandert und da die moralvorstellungen hinsichtlich eher bei 0,00 liegen, lehrt sie kein Erwachsener was Richtig ist und was nicht. Lediglich im Bereich der Online-Games uebt man inzwischen bei jugendlichen Spielern eine Zensur aus.

Man sollte sehr vorsichtig sein, bei dem was man im Internet tut. Niemals sollte man vergessen, das man sich in einem kommunistisch regierten Land befindet. Ein sehr grosses Problem ist die staatliche Zensur in Vietnam, welche sich nicht nur auf politische Themen festlegt.

Seit Anfang Januar 2011 scheinen die Restriktionen für den Zugang zu Social Media Platformen in Vietnam, wie zum Beispiel Facebook, verschaerft worden zu sein. Bisher konnte man auf die geblockte Seite ueber eine veraenderte DNS in den Netzwerk-Einstellungen von Windows (Systemsteuerung) umgehen. Dies scheint nun nicht mehr moeglich zu sein.

Etliche VPN Tunnel Anbieter (Virtual Private Network) werden ebenfalls in neuester Zeit von Vietnams Internetprovidern geblockt, sodass man bestimmte Seiten auch nicht mehr ueber diese Systeme erreichen kann.

Die Preise für Auslandsverbindungen sollen ab dem 1. November um durchschnittlich zehn Prozent sinken, so die Vizedirektorin des staatlichen Post- und Telekommunikationsunternehmens VNPT, Tran Ngoc Binh. Von Auslaendern werde nicht mehr wie bislang die doppelte Telefongebühr verlangt. Um arme Vietnamesen zu entlasten, sollen auch Inlandsgespraeche billiger werden. Im kommenden Jahr sinken die Preise noch einmal um rund zehn Prozent. Es bleibt aber abzuwarten, ob alles was man verspricht, letztendlich auch durchfuehrt.

Viettel bietet derzeit landesweit Access ueber USB EDGE/3G mit Simcard Interface oder 3G Handys: Viet-Tel Online 3G

Internetprovider in Vietnam:

VIETTEL
285 Cách Mạng Tháng Tám Street,
District 10,
Hồ Chí Minh City
Tel : (84-4) 255 6789
Fax: (84-4) 299 6789
Webseite: http://www.viettel.com.vn/

VNN
10th Floor, Ocean Park Building,
1 Dao Duy Anh Street,
Dong Da District, Hanoi
Tel: (84-4) 577 5104
Fax: (84-4) 943 5851
Webseite: http://www.vnpt.com.vn/
Email: vanphong@vnpt.com.vn

SPT
21 Phan Ke Binh,
Da Kao Ward, District 5,
Ho Chi Minh City
Tel: (84-8) 404 0000
Fax: (84-8) 404 0005
Webseite: http://www.saigonpostel.com.vn/
Email: scs@saigonpostel.com.vn

NetNam
72A Võ Th? Sáu,
P. Tân Ð?nh, District 1,
H? Chí Minh City
Tel: (84-8) 824 4907
Fax: (84-8) 822 2606 / 820 0848
Webseite: http://www.hcmc.netnam.vn/
Email: sysop@hcmc.netnam.vn

OCI (One Connection Internet)
G/F, Saigon Software Park,
123 Truong Dinh, District 3,
Ho Chi Minh City
Tel: (84-8) 932 0320
Fax: (84-8) 932 1190
Webseite: http://www.oci.vn/
Email: info@oci.net.vn

Hinet (Hanoi Telecom)
2 Chua Boc Street,
Dong Da District, Hanoi
Tel: (84-4) 572 9833 / 573 5049
Fax: (84-4) 572 9834
Webseite: http://www.hinet.com.vn/
Email: info@hanoitelecom.net

FPT
48 V?n B?o, Kim Mã Street,
Ba Ðình District, Hanoi
Tel: (84-4) 760 1060
Webseite: http://www.fpt.vn/

Donnerstag, 12. Mai 2011

Werbung fuer das Rotlicht-Business made in Vietnams Privatfernsehen

Es gibt Low-Level, Low-Light, Low-Light und Low-Budget... all das vereint sich in einer Werbesendung eines vietnamesischen Kabel-Piratensenders der in HCMC in diversen Hotels zu empfangen ist. Normalerweise senden der Kanal raubkopierte Filme in maessiger Qualitaet die die "Betreiber" zuvor aus dem Internet heruntergeladen haben. Unterbrochen wird das ganze durch mehr oder weniger interessante Nachrichten und selbstgedrehte Werbesendungen. Hier ist eine davon, zur allgemeinen Erbauuung meiner Blogleser ;-)

Nightlifein Ho-Chi-Minh-City. Chips und Bier bereitstellen, eventuell Popcorn und Ladydrinks und gemuetlich machen. Lacherfolg garantiert...

Samstag, 16. April 2011

Model Ngoc Quyen stellt ihre Nacktfotos ins Netz

Das Model Ngoc Quyen räkelt sich nackt an einem Fluss in einem kleinen Wald irgendwo in Vietnam. Sie lässt sich dabei fotografieren und stellt die Bilder ins Internet. Unter den Aufnahmen titelt sie: "Hüte die Umwelt wie Deinen Körper". Die 23 Jahre alte Vietnamesin hat mit den Bildern einen Skandal ausgelöst und eine heftige Debatte über traditionelle Werte im kommunistischen Land ausgelöst.

Die Bilder hat Ngoc Quyen ganz ohne Hintergedanken ins Internet gestellt, sagt sieIn Windeseile verbreiteten sich die Bilder in den Medien, via Facebook und in anderen Internetforen. Viele kritisierten, dass das Nacktsein für einen anderen Zweck instrumentalisiert werde. Ngoc Quyen sagt, sie habe die Fotos aus eigener Initiative veröffentlicht, und ganz ohne einen Hintergedanken.

Auf einer bekannten vietnamesischen Webseite kommentiert jemand namens Huyen Trang: "Nacktbilder sind in der vietnamesischen Kultur nicht akzeptabel. Sie schützt nicht die Umwelt, sondern sie verschmutzt sie." Auf einer anderen Seite schreibt ein Kommentator: "Wenn Ngoc Quyen Eltern hat, was denken die nun? Ich würde mich für sie schämen."

Die Darstellung von Nacktbildern ist ein heikles Thema, vor allem in einem Land, das größtenteils von einer patriarchalischen Kultur geprägt ist und die Sittsamkeit der Frauen würdigt. Der Körper einer Frau soll ein Mysterium bleiben und nie ganz in der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Seit vielen Jahrzehnten sei der Frauenkörper ein Motiv in der Fotografie, erklärt der Fotograf Thai Phien, vielfach "halb bedeckt, halb entblößt." Die Bilder des 48-Jährigen, der Frauen meist in Landschaften fotografiert, waren lange umstritten in Vietnam und galten als Pornografie. "Die Öffentlichkeit ändert sich nun gegenüber Aktfotografie", sagt er. "Aber die Kulturpolitik in Vietnam ist immer noch sehr konservativ. Sie versuchen weiterhin das Thema Nacktheit zu verhindern." Quyens Bilder als "Nacktkunst" zu bezeichnen, geht ihm jedoch zu weit.






Montag, 11. April 2011

Unfassbar: Bob Dylan beugt sich Vietnams Zensur

Die Luft ist raus Mr. Dylan
Mit Protestsongs wurde Bob Dylan berühmt. Bei seinen ersten Auftritten in Vietnam und China ließ er sich Songs von der Zensur streichen.

"The Times they are a-changin": Erstmals ist Bob Dylan in China und im kommunistischen Vietnam aufgetreten. Am Sonntagabend trat er vor etwa 6000 Zuschauern in Ho-Tschi-Minh-Stadt auf. Am Mittwoch hatte Dylan zum ersten Mal in Peking gespielt, am Freitag dann in Shanghai. Was bei den Auftritten fehlte, waren einige seiner berühmtesten Songs, die Protestlieder "The Times they are a-changin" und "Blowin' in the wind".

Vor seinen Konzerten in China und Vietnam musste der für sein politisches Engagement bekannte Musiker, der in den 60er Jahren scharf gegen den Vietnamkrieg der USA protestiert hatte, sein Programm von den Zensurbehörden absegnen lassen.

Human Rights Watch: Dylan soll sich "schämen"
Die chinesischen Behörden hatten Dylan vergangenes Jahr eine Erlaubnis für ein Konzert verweigert. Nun stellten sie zur Bedingung, dass er sich streng an das von ihnen zuvor genehmigte Programm halten müsse.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte den 69-Jährigen, der sich der Zensur beuge und sich dafür "schämen" solle. "Der junge Dylan hätte sich von keiner Regierung sagen lassen, was er singen soll", sagte Asien-Direktor Brad Adams.

"Something is happening here"
Ganz zahm scheint sich Dylan aber doch nicht gegeben haben: "Something is happening here, but you don't know what it is", heißt es etwa in dem Lied "Ballad of a Thin Man", das er in Peking zum besten geben durfte. Dem habe er nicht wie vorgesehen die "Do you, Mr. Jones?" folgen lassen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", sondern ein "Do you, Mr. Who?"

Dienstag, 7. Dezember 2010

Internet-Zensur: China, Iran, Nordkorea und Vietnam sind die Bösewichte des Webs

Die weltweit strengste Internet-Zensur herrscht einer Studie zufolge in den Ländern Birma, China, Iran, Nordkorea, Turkmenistan und Vietnam. Zu diesem Schluss kommt der Geograf Barney Warf von der US-Universität Kansas, dessen Untersuchung die Fachzeitschrift «GeoJournal» veröffentlicht hat.


Mehr unter: Techfieber.de

Samstag, 16. Januar 2010

Wie lebt es sich in einem Land mit Zensur? Ein Bericht aus Vietnam.

Ich lebe jetzt seit eineinhalb Jahren in Vietnam. Als ich hierher kam, wusste ich, welche Beschränkungen es für Journalisten gab. Ich wusste nicht, wie wenig man das merkt. Und genau das ist das Problem.
so beginnen die ersten Zeilen von Thomas Wanhoff, dessen Blog ich sehr schaetze und der auf kooptech.de einen Artikel ueber seine ersten Begegnungen mit der vietnamesischen Internetzensur verfasst hat.

Das Gefährliche an der Zensur ist, dass man eben nicht weiß, was man nicht weiss. Wir wissen eben nicht, welche Informationen in den Medien zensiert werden – und sie werden zensiert.



Klingt spannend und intressant. Weiter geht es hier: Thomas Wanhoff auf cooptech.de